Radiale Stoßwelle – wann sie hilft und wie sie angewendet wird

Die Radiale Stoßwellen-Therapie (RSWT oder kurz: Radiale Stoßwelle) ist eine seit etwa 30 Jahren angewendete und inzwischen sehr etablierte Behandlungsmethode. Sie macht sich die Wirkung von Druckwellen zunutze, um Verkalkungen zu zerstören bzw. zu entfernen und Schmerzen zu lindern.

Wie funktioniert die RSWT?

Bei der Stoßwellentherapie werden elektromagnetisch erzeugte Stoßwellen auf eine bestimmte Körperstelle gerichtet. Die Wellen dringen durch die Haut und das Gewebe. Selbst Fett und Muskeln halten sie nicht auf. Das Durchdringen ist für den Patienten völlig harmlos, da während der Behandlung kein Gewebe verletzt wird. Erst wenn die Stoßwellen auf einen festen Widerstand stoßen, zum Beispiel in Form von Verkalkungen, Gallen- oder Nierensteinen, setzen sie ihre Energie frei und zertrümmern diese.

Im Vergleich zu fokussierten Stoßwellen breiten sich die radialen Wellen flächenförmiger aus. Dadurch sind sie in der Lage, beispielsweise auch muskuläre Verspannungen zu lösen.

Anwendungsgebiete der Radialen Stoßwellen-Therapie

Ursprünglich wurde die RSWT zur Behandlung von Gallensteinen und Nierensteinen eingesetzt. Heute findet sie auch bei verschiedenen orthopädischen Krankheitsbildern Anwendung, die mit Gelenk-, Knochen- und Muskelbeschwerden einhergehen. Typische Beispiele für Einsatzbereiche der Radialen Stoßwelle sind:

– sogenannter Tennisarm bzw. Tennisellenbogen oder Golferellenbogen
Kalkschulter
Fersensporn
Patellaspitzensyndrom
– chronische Beschwerden an der Achillessehne
– Knochenbrüche mit verzögerter Heilung
– muskuläre Erkrankungen

Insbesondere beim Fersensporn ist die Wirksamkeit der Stoßwellentherapie inzwischen gut belegt. Viele wissenschaftliche Studien konnten den positiven Effekt der Methode auf den Fersenschmerz zeigen.

Bitte beachten Sie: Eine RSWT kann nicht durchgeführt werden, wenn an den betroffenen Stellen (tiefe oder akute oberflächliche) Entzündungen vorhanden sind oder sich dort bösartige Tumore befinden! Auch bei Gerinnungsstörungen, während der Schwangerschaft und Patienten mit einem Herzschrittmacher ist von der RSWT abzuraten. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt, ob eine Behandlung mit Stoßwellen für Sie infrage kommt.

Welche Vorteile bringt die Radiale Stoßwelle?

Die RSWT ist ein Verfahren, das sich sehr einfach anwenden lässt. Es erfordert kein vorheriges Röntgen und auch eine lokale Betäubung ist überflüssig. Die Stoßwellentherapie hat sich in den letzten Jahrzehnten sowohl in der Schmerztherapie als auch bei orthopädischen Problemen bewährt. Neben der hohen Erfolgsrate ist vor allem zu erwähnen, dass die Behandlung praktisch keine Nebenwirkungen aufweist. Nur in sehr seltenen Fällen kommt es an den behandelten Stellen zu einer vorübergehenden Hautrötung oder kleineren Blutergüssen, die jedoch rasch wieder verschwinden.

Viele Patienten benötigen dank dieser Behandlung keine Operation und erleben eine deutliche Linderung ihrer Schmerzen und damit eine deutlich erhöhte Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Radiale Stoßwellen-Therapie in Schmargendorf

In meiner Privatpraxis für Physiotherapie in Schmargendorf bieten wir die schmerzfreie Stoßwellen-Therapie für viele Bereiche an. Die Radiale Stoßwelle gehört zu den sogenannten IGeL-Leistungen. Das bedeutet, dass die Behandlung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird. Anders ist die Situation bei vielen privaten Krankenversicherern. Sie interpretieren die wissenschaftliche Studienlage anders und übernehmen die Behandlungskosten in vielen Fällen. Sie können sich in jedem Fall direkt an uns wenden, wenn Sie sich für diese Therapie interessieren.
Eine ärztliche Verordnung ist, dank des Heilpraktiker für Physiotherapie, nicht nötig.