Inhaltsverzeichnis
- Was ist Migräne?
- Typische Symptome von Migräne
- Migräne mit Aura: Ablauf und Besonderheiten
- Kopfschmerzen oder Migräne? Die wichtigsten Unterschiede
- Die häufigsten Kopfschmerzarten im Überblick
- Was hilft gegen Migräne?
- Wann wird Migräne chronisch?
- Wie lange dauert eine Migräne-Attacke und wie häufig tritt sie auf?
- Physiotherapie bei Migräne – wie kann sie helfen?
- 3 effektive Übungen zur Linderung von Migräne
- Entspannungsmethoden gegen Migräne
- Wie beugt man Migräne langfristig vor?
Migräne verstehen: Die wichtigsten Fakten im Überblick
Migräne gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen und ist in Deutschland weit verbreitet. Schätzungen zufolge sind bis zu 8 % aller Männer und 15 % aller Frauen betroffen. Migräne kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Denn die anfallsartig auftretenden Kopfschmerzen beeinträchtigen häufig die Funktions- und Leistungsfähigkeit. Dies kann sich negativ auf das Berufsleben, aber auch auf Freizeitaktivitäten und das Sozialleben auswirken. Laut Robert-Koch-Institut sind Menschen mit Migräne zudem auch häufiger von anderen Erkrankungen wie Schlafstörungen oder Depressionen betroffen.
Umso wichtiger ist es, bei zweifelsfrei diagnostizierter Migräne frühzeitig mit einer Behandlung zu beginnen. Neben der medikamentösen Therapie kann auch die Physiotherapie durch die gezielte Behandlung von Kiefer, Halswirbeln und Akupressurpunkten dazu beitragen, die Häufigkeit, Dauer und Intensität der Migräneanfälle zu verringern.
Was ist Migräne?
Migräne ist ein Kopfschmerz, der anfallsartig in unregelmäßigen Abständen auftritt. Wie lange ein Migräneanfall anhält, ist individuell sehr unterschiedlich: Eine einzelne Attacke kann zwischen 4 und 72 Stunden andauern. Die Betroffenen beschreiben den dabei auftretenden Schmerz als pulsierend, hämmernd oder bohrend, wobei die Intensität des Schmerzes bei jeder Attacke unterschiedlich ausfallen kann. Bei Bewegung und anderer körperlicher Anstrengung verstärken sich die Kopfschmerzen, die mit weiteren Beschwerden einhergehen können.
Etwa 10-15% der Betroffenen leiden an der sogenannten Migräne mit Aura. Bei dieser Form treten neben den Kopfschmerzen typischerweise Seh- und Empfindungsstörungen sowie eine Reihe anderer Symptome auf, die bis zu 30 Minuten lang andauern können. Die Aura kündigt in den meisten Fällen die kommenden Kopfschmerzen an, kann aber auch parallel zu diesen auftreten oder – in seltenen Fällen – sogar ohne nachfolgende Kopfschmerzen verlaufen.
Warum entsteht Migräne? Häufige Ursachen und Auslöser
Die Frage „Warum gerade ich?“ stellen sich viele Betroffene. Die Antwort ist komplex: Migräne entsteht durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Während die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle spielt, sind es oft bestimmte Auslöser im Alltag, die einen Anfall tatsächlich in Gang setzen. Das Verständnis dieser Zusammenhänge ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Vorbeugung und Behandlung.
Die häufigsten Migräne-Trigger
Prozentsatz der Betroffenen, die den jeweiligen Trigger angeben
💡 Gut zu wissen: Viele Trigger lassen sich durch gezielte Physiotherapie positiv beeinflussen – insbesondere Verspannungen, Fehlhaltungen und stressbedingte Beschwerden.
Basierend auf internationalen Studien (PMC, ICHD-3)
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, deren genaue Ursache noch nicht vollständig erforscht ist. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Studien zeigen, dass Migräne familiär gehäuft auftritt – wenn ein Elternteil unter Migräne leidet, liegt das Risiko für die Kinder bei etwa 40-50%. Sind beide Elternteile betroffen, steigt die Wahrscheinlichkeit auf bis zu 70%.
Auf neurobiologischer Ebene spielen verschiedene Mechanismen eine Rolle: Während eines Migräneanfalls kommt es zu einer vorübergehenden Störung im Gehirn, bei der bestimmte Botenstoffe (insbesondere Serotonin) aus dem Gleichgewicht geraten. Dies führt zu einer Aktivierung des Trigeminusnervs, der die Freisetzung entzündungsfördernder Substanzen auslöst. Die Folge ist eine Entzündung der Blutgefäße im Gehirn, die die typischen pulsierenden Kopfschmerzen verursacht.
Bei vielen Betroffenen lassen sich bestimmte Auslöser – sogenannte Trigger – identifizieren, die einen Migräneanfall begünstigen können. Wichtig zu verstehen: Diese Trigger verursachen die Migräne nicht direkt, sondern sie lösen bei Menschen mit entsprechender Veranlagung einen Anfall aus.
Zu den häufigsten Triggern gehören:
- Schlafstörungen: Zu wenig, zu viel oder unregelmäßiger Schlaf kann Migräne auslösen. Ein stabiler Schlafrhythmus ist für viele Betroffene entscheidend.
- Stress: Psychischer und emotionaler Stress gehört zu den wichtigsten Auslösern. Interessanterweise tritt Migräne oft in der Entspannungsphase nach Stress auf („Wochenend-Migräne“).
- Ernährung: Bestimmte Lebensmittel wie Alkohol (besonders Rotwein), Käse, Schokolade, Zitrusfrüchte oder koffeinhaltige Getränke können bei manchen Menschen Attacken auslösen. Auch das Auslassen von Mahlzeiten oder unregelmäßiges Essen spielt eine Rolle.
- Hormonelle Schwankungen: Bei Frauen steht Migräne häufig im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel oder den Wechseljahren.
- Wetterwechsel: Schwankungen im Luftdruck, hohe Temperaturen oder ein plötzlicher Wetterumschwung können Migräne begünstigen.
- Reizüberflutung: Grelles Licht, starke Gerüche oder anhaltender Lärm können bei empfindlichen Personen einen Anfall auslösen.
- Muskuläre Verspannungen: Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Kieferbereich sowie Probleme mit der Halswirbelsäule können Kopfschmerzen begünstigen oder verstärken.
Wichtig: Nicht jeder Trigger wirkt bei allen Betroffenen gleich. Es kann sinnvoll sein, ein Migräne-Tagebuch zu führen, um die eigenen Auslöser zu identifizieren und künftig gezielter vermeiden zu können.
Typische Symptome im Überblick

Typische Migräne: Einseitiger, pulsierender Kopfschmerz im Stirnbereich – Physiotherapie kann helfen
Dieses Bild wurde mit KI-Unterstützung erstellt.
Das Hauptsymptom von Migräne sind starke, meist einseitig lokalisierte Kopfschmerzen, die plötzlich auftreten. Deshalb spricht man in der Medizin auch von Migräneanfällen oder Migräneattacken. Die Kopfschmerzen bei einer Migräne lassen sich am besten als pulsierend oder hämmernd, manchmal auch als bohrend beschreiben und können sich über die Stirn und Schläfen bis zum Bereich der Augen und auf die andere Kopfseite ausbreiten. Auf welcher Seite der Kopfschmerz beginnt, ist nicht festgelegt, sondern kann sich von Attacke zu Attacke ändern. Die Kopfschmerzen gehen häufig einher mit:
Die wichtigsten Migräne-Symptome auf einen Blick
- Extreme Lichtscheue: Helles Licht verstärkt die Schmerzen massiv
- Lärm- und Geruchsempfindlichkeit: Geräusche und Gerüche werden als unerträglich empfunden
- Appetitlosigkeit: Kein Hunger während des Anfalls
- Übelkeit und Erbrechen: Häufige Begleiterscheinungen bei Migräne-Attacken
- Starke Stimmungsschwankungen: Von Gereiztheit bis Depression
Bei der Migräne mit Aura kann es darüber hinaus zu neurologischen Ausfällen wie Schwäche oder Taubheitsgefühlen und Sehstörungen kommen. Die betroffenen Patienten sehen dabei häufig Lichtblitze, die im Zickzack über das Gesichtsfeld verlaufen, oder es entstehen blinde Flecken, die sich langsam über das gesamte Sehfeld ausbreiten. Einige Patienten sehen bei einem Anfall Doppelbilder und berichten von Unsicherheiten beim Gehen oder Schwindel. Die Symptome der Aura treten meistens vor dem Eintritt der Kopfschmerzen auf, können sich mit diesen aber auch überschneiden.
Typisch für Migräne ist, dass sämtliche Symptome und Beeinträchtigungen vorübergehend sind und nach einer gewissen Zeit von selbst wieder abklingen, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen. Dies geschieht häufig während des Schlafs, der vielen Migräneattacken folgt. Eine einzelne Attacke kann zwischen 4 und 72 Stunden andauern.
Ein Migräneanfall verläuft typischerweise in verschiedenen Phasen: Die Vorphase (Prodromalphase) kann bereits Stunden bis Tage vor den eigentlichen Kopfschmerzen beginnen. In dieser Phase bemerken viele Betroffene Warnsignale wie Müdigkeit, Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel, häufiges Gähnen, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsstörungen. Bei etwa 10-15% der Patienten folgt dann die Auraphase mit neurologischen Symptomen. Anschließend treten die eigentlichen Kopfschmerzen auf (Kopfschmerzphase), die den Höhepunkt des Anfalls darstellen. In der Rückbildungsphase klingen die Schmerzen langsam ab, oft begleitet von ausgeprägter Müdigkeit und Erschöpfung, die noch 1-2 Tage anhalten kann.
Migräne mit Aura: Ablauf und Besonderheiten
Etwa 10-15% aller Migräne-Patienten erleben vor oder während ihrer Kopfschmerzen neurologische Symptome, die als „Aura“ bezeichnet werden. Diese Aura kündigt den kommenden Anfall an und kann verschiedene Formen annehmen – von visuellen Störungen über Sprachprobleme bis hin zu Taubheitsgefühlen. Das Verständnis der Aura-Symptome und ihres Ablaufs ist wichtig, um rechtzeitig reagieren und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Die 5 Phasen einer Migräne mit Aura erklärt
Eine Migräne mit Aura verläuft typischerweise in fünf aufeinanderfolgenden Phasen, die individuell unterschiedlich stark ausgeprägt sein können:
Die 5 Phasen einer Migräne mit Aura im Überblick
Prodromalphase (Vorbotenphase)
Stunden bis Tage vorher: Müdigkeit, Heißhunger, Gähnen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen
Dauer: Stunden bis Tage
Auraphase
Lichtblitze, Zickzack-Linien, blinde Flecken, Kribbeln, Taubheitsgefühle, Sprachstörungen
Dauer: 5-60 Minuten
Kopfschmerzphase
Einseitige, pulsierende Kopfschmerzen, Lichtscheue, Lärmempfindlichkeit, Übelkeit, Erbrechen
Dauer: 4-72 Stunden
Rückbildungsphase
Kopfschmerzen klingen langsam ab, viele schlafen ein, Schmerzen verschwinden oder mildern sich
Dauer: Einige Stunden
Postdromalphase (Erholungsphase)
Erschöpfung, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Empfindlichkeit („Migräne-Kater“)
Dauer: 1-2 Tage
Phase 1 – Prodromalphase (Vorbotenphase): Bereits Stunden bis Tage vor dem eigentlichen Anfall bemerken viele Betroffene erste Warnsignale. Dazu gehören Müdigkeit, Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel (besonders Süßes), häufiges Gähnen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen oder eine gesteigerte Geräuschempfindlichkeit. Manche Patienten berichten auch von einem „Vorgefühl“, dass eine Attacke bevorsteht.
Phase 2 – Auraphase: Diese Phase dauert typischerweise 5 bis 60 Minuten und geht den Kopfschmerzen voraus oder tritt parallel zu ihnen auf. Die häufigsten Aura-Symptome sind Sehstörungen wie Lichtblitze, Zickzack-Linien (Fortifikationen), flimmernde Punkte oder blinde Flecken im Gesichtsfeld (Skotome). Seltener treten Sprachstörungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen, Armen oder im Gesicht auf. In sehr seltenen Fällen kann es zu vorübergehenden Lähmungserscheinungen kommen (hemiplegische Migräne).
Phase 3 – Kopfschmerzphase: Nach oder während der Aura treten die typischen Migräne-Kopfschmerzen auf. Diese sind meist einseitig, pulsierend oder hämmernd und können 4 bis 72 Stunden andauern. Die Schmerzen werden von den bekannten Begleitsymptomen wie Lichtscheue, Lärmempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Körperliche Aktivität verstärkt die Beschwerden deutlich.
Phase 4 – Rückbildungsphase: Die Kopfschmerzen klingen langsam ab. Viele Patienten schlafen in dieser Phase ein, was den Erholungsprozess beschleunigt. Nach dem Erwachen sind die Schmerzen häufig verschwunden oder deutlich gemildert.
Phase 5 – Postdromalphase (Erholungsphase): Auch nach Abklingen der Kopfschmerzen fühlen sich viele Betroffene noch 1-2 Tage erschöpft, müde und ausgelaugt. Konzentrationsschwierigkeiten, leichte Kopfschmerzen oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen können weiter bestehen. Diese Phase wird oft als „Migräne-Kater“ beschrieben.
Wichtig: Nicht alle Phasen treten bei jedem Anfall auf. Manche Patienten erleben eine Aura ohne nachfolgende Kopfschmerzen, andere haben nur leichte Vorboten. Die Ausprägung kann von Attacke zu Attacke variieren.
Unterformen von Migräne mit Aura
Die Migräne mit Aura kann in verschiedenen Formen auftreten, die sich hauptsächlich durch die Art der Aura-Symptome unterscheiden:
Migräne mit typischer Aura: Die häufigste Form. Visuelle Störungen (Lichtblitze, Zickzack-Linien, blinde Flecken) stehen im Vordergrund. Die Aura entwickelt sich allmählich über 5-20 Minuten, jedes Symptom hält 5-60 Minuten an. Nach der Aura folgen innerhalb von 60 Minuten die Kopfschmerzen.
Migräne mit Hirnstammaura (früher: Basilarismigräne): Hier treten Aura-Symptome auf, die vom Hirnstamm ausgehen, wie Schwindel, Doppelbilder, Hör- oder Sprachstörungen, Tinnitus oder Bewusstseinsstörungen. Diese Form ist seltener und tritt häufiger bei jungen Frauen auf.
Hemiplegische Migräne: Eine seltene, aber besonders beeindruckende Form, bei der es zu vorübergehenden halbseitigen Lähmungserscheinungen oder ausgeprägten Schwächegefühlen kommt. Diese können Stunden bis Tage anhalten. Es gibt eine familiäre Form (genetisch bedingt) und eine sporadische Form.
Retinale Migräne: Sehr seltene Form mit vorübergehender, meist einseitiger Sehstörung oder Sehverlust auf einem Auge. Die Symptome dauern weniger als eine Stunde und verschwinden vollständig.
Migräne-Aura ohne Kopfschmerz (isolierte Aura): Bei manchen Patienten treten Aura-Symptome auf, ohne dass Kopfschmerzen folgen. Dies kommt häufiger bei älteren Patienten vor oder bei Menschen, die früher unter klassischer Migräne mit Kopfschmerzen litten.
Wann wird Migräne chronisch?
Von chronischer Migräne spricht man in der Medizin, wenn an mindestens 15 Tagen pro Monat über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten Kopfschmerzen auftreten, von denen an mindestens 8 Tagen die Kriterien einer Migräne erfüllt sind. Chronische Migräne betrifft etwa 1-2% der Bevölkerung und stellt eine besonders belastende Form dar, die die Lebensqualität erheblich einschränkt. Während gelegentliche Migräneattacken (episodische Migräne) für viele Betroffene bereits eine große Herausforderung darstellen, erleben Menschen mit chronischer Migräne kaum noch symptomfreie Tage.
Die Chronifizierung von Migräne entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Besonders riskant ist der übermäßige Gebrauch von Schmerzmitteln (mehr als 10 Tage pro Monat), der zu einem medikamenteninduzierten Kopfschmerz führen kann, welcher die Migräne verschlimmert – ein Teufelskreis. Weitere Risikofaktoren sind anhaltender Stress, Schlafstörungen, Übergewicht, Depressionen, Angststörungen sowie nicht oder unzureichend behandelte Migräne. Wichtig zu wissen: Eine Chronifizierung lässt sich oft verhindern oder rückgängig machen. Wenn Sie feststellen, dass Ihre Migräneattacken immer häufiger auftreten, sollten Sie frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Eine Kombination aus medikamentöser Prophylaxe, Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken und physiotherapeutischer Behandlung kann helfen, die Häufigkeit der Attacken wieder zu reduzieren und eine Chronifizierung zu durchbrechen.
Wie lange dauert eine Migräne-Attacke und wie häufig tritt sie auf?
Die Dauer einer einzelnen Migräneattacke ist individuell sehr unterschiedlich und kann zwischen 4 und 72 Stunden (3 Tagen) liegen. Unbehandelt oder nicht ausreichend behandelt dauern die meisten Anfälle 24 bis 48 Stunden. Bei Kindern können Migräneattacken auch kürzer sein und bereits nach 2-4 Stunden abklingen. Die Kopfschmerzphase ist dabei nur ein Teil des Anfalls – rechnet man die Vorphase (Prodromalphase) mit Warnsignalen und die Erholungsphase (Postdromalphase) mit Erschöpfung hinzu, können Betroffene insgesamt mehrere Tage beeinträchtigt sein. Viele Patienten berichten, dass sie auch 1-2 Tage nach Abklingen der Kopfschmerzen noch erschöpft und nicht voll leistungsfähig sind.
Die Häufigkeit von Migräneattacken variiert ebenfalls stark von Person zu Person. Manche Betroffene erleben nur 1-2 Attacken pro Jahr, andere leiden mehrmals im Monat unter den Anfällen. Im Durchschnitt haben Menschen mit episodischer Migräne etwa 1-14 Kopfschmerztage pro Monat. Die Häufigkeit kann im Laufe des Lebens schwanken und wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Stress, hormonelle Veränderungen (z. B. während des Menstruationszyklus oder in den Wechseljahren), Schlafmuster und Lebensstilfaktoren spielen eine wichtige Rolle. Bei Frauen tritt Migräne häufig im Zusammenhang mit der Menstruation auf (menstruelle Migräne). Interessanterweise nimmt bei vielen Betroffenen die Migränehäufigkeit mit zunehmendem Alter ab – bei Frauen oft nach den Wechseljahren, wenn die hormonellen Schwankungen nachlassen.
Kopfschmerzen oder Migräne? Die wichtigsten Unterschiede
Die Symptome einer Migräne unterscheiden sich teilweise deutlich von anderen Kopfschmerzarten wie den Spannungskopfschmerzen, die ebenfalls zu den häufigsten Formen gehören. Spannungskopfschmerzen sind dumpfe, drückende und pochende Kopfschmerzen, die oft beidseitig an den Schläfen, manchmal auch an der Stirn auftreten. Viele Betroffene vergleichen das Gefühl mit einem Ring, der sich um den Kopf legt und zudrückt, und schätzen die Intensität der Schmerzen als leicht bis mittelstark ein. Spannungskopfschmerzen treten meistens in unregelmäßigen Abständen auf und können einige Minuten bis Tage andauern.
Die Kopfschmerzen werden oft von anderen Beschwerden begleitet. Dazu gehören unter anderem Nacken- oder Schulterverspannungen, aber auch eine höhere Licht- und Lärmempfindlichkeit. Anders als bei der Migräne verstärkt sich der Spannungskopfschmerz nicht bei Bewegung oder körperlicher Anstrengung. Im Gegenteil: Bewegung an der frischen Luft trägt oft zu einer Linderung der Symptome bei.
Die häufigsten Kopfschmerzarten im Überblick
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- Spannungskopfschmerz: Drückend, beidseitig, leicht bis mittelstark. Keine Verstärkung bei Bewegung. Häufig begleitet von Nackenverspannungen.
- Migräne: Pulsierend, einseitig, stark. Verstärkt sich bei Bewegung. Häufig mit Übelkeit, Lichtscheue und Aura-Symptomen.
- Cluster-Kopfschmerz: Extrem stark, einseitig (meist um das Auge herum). Tritt in „Clustern“ (Serien) auf, oft zur gleichen Tageszeit. Begleitet von tränenden Augen und verstopfter Nase.
- Zervikogener Kopfschmerz: Ausgehend von der Halswirbelsäule. Meist einseitig, vom Nacken ausstrahlend. Häufig bei Fehlhaltungen oder nach Verletzungen der HWS.
Was hilft gegen Migräne?
Die gute Nachricht vorweg: Migräne ist behandelbar. Die Behandlung erfolgt idealerweise auf mehreren Ebenen und kombiniert verschiedene Ansätze miteinander. Zum einen geht es darum, akute Anfälle schnell und effektiv zu lindern (Akuttherapie). Zum anderen zielt die Behandlung darauf ab, künftige Attacken zu verhindern oder zumindest in ihrer Häufigkeit und Intensität zu reduzieren (Prophylaxe). Während medikamentöse Therapien oft im Fokus stehen, spielen auch nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Physiotherapie, Entspannungstechniken und Lifestyle-Anpassungen eine zunehmend wichtige Rolle – insbesondere bei Patienten, die häufig unter Attacken leiden oder medikamentöse Nebenwirkungen vermeiden möchten.
Medikamente bei Migräne
Die medikamentöse Behandlung von Migräne lässt sich in zwei Bereiche unterteilen: die Akuttherapie zur Behandlung bereits bestehender Anfälle und die medikamentöse Prophylaxe zur Vorbeugung künftiger Attacken.
Akuttherapie: Bei leichten bis mittelschweren Migräneattacken kommen häufig rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS) zum Einsatz. Wichtig ist, diese frühzeitig und in ausreichend hoher Dosierung einzunehmen. Bei stärkeren Anfällen oder wenn einfache Schmerzmittel nicht ausreichend wirken, verschreiben Ärzte sogenannte Triptane. Diese Medikamente greifen gezielt in den Migränemechanismus ein, verengen erweiterte Blutgefäße im Gehirn und hemmen die Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe. Triptane sind verschreibungspflichtig und sollten ebenfalls möglichst früh im Anfall eingenommen werden. Gegen Übelkeit und Erbrechen können zusätzlich Antiemetika wie Metoclopramid helfen, die auch die Aufnahme von Schmerzmitteln verbessern.
Medikamentöse Prophylaxe: Wenn Migräneattacken sehr häufig auftreten (mehr als 3-4 Anfälle pro Monat), länger als 72 Stunden andauern oder die Lebensqualität stark beeinträchtigen, kann eine vorbeugende medikamentöse Behandlung sinnvoll sein. Hierzu gehören Betablocker (z. B. Metoprolol, Propranolol), bestimmte Antiepileptika (z. B. Topiramat) oder Antidepressiva (z. B. Amitriptylin). Neuere Ansätze sind CGRP-Antikörper (z. B. Erenumab, Fremanezumab), die gezielt einen bei Migräne wichtigen Botenstoff blockieren. Die prophylaktische Behandlung muss über mehrere Monate konsequent durchgeführt werden und sollte immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen.
Wichtig: Bei zu häufiger Einnahme von Schmerzmitteln (mehr als 10 Tage pro Monat) kann ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz entstehen, der die Migräne verschlimmert. Daher sollte die Medikamenteneinnahme immer mit einem Arzt abgestimmt werden.
Migräne behandeln: Physiotherapie & manuelle Techniken
In vielen Fällen kann die Physiotherapie – je nach Ursache und Begleitsymptomen – zur Linderung der Beschwerden bei Migräne beitragen. Vor allem bei Verspannungen oder Schmerzen im Bereich von Schulter und Nacken, einer eingeschränkten Beweglichkeit der Hals- und Brustmuskulatur, Blockaden, Gelenksteifigkeit oder Problemen mit dem Kiefergelenk (CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion) sind physiotherapeutische Behandlungen oft hilfreich. Als besonders effektiv haben sich die manuelle Therapie und die Triggerpunkttherapie erwiesen.
Manuelle Therapie: Die Manuelle Therapie zielt darauf ab, die Funktion von Muskeln und Gelenken wiederherzustellen oder zu optimieren. Dazu kommen spezielle Handgriffe und Techniken zum Einsatz, die der Mobilisation der Strukturen dienen, die Beweglichkeit erhöhen und Schmerzen verringern. Gerade Verspannungen der Hals-, Brust-, Nacken- und Schultermuskulatur können Schmerzen verursachen, die bis in den Kopf ausstrahlen. Aber auch Probleme mit dem Kiefergelenk haben nicht selten Kopfschmerzen zur Folge. Mithilfe der Manuellen Therapie lassen sich Blockaden lösen und damit eine häufige Ursache oder Begleiterscheinung der Kopfschmerzen beseitigen. Die Wirksamkeit der Manuellen Therapie zur Behandlung von Kopfschmerzen wurde auch wissenschaftlich bestätigt. Italienische Forscher berichten in einer aktuellen Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2019, dass die Manuelle Therapie bei Kopfschmerzpatienten zu signifikant besseren Ergebnissen führt als eine medikamentöse Behandlung oder Placebo.
Triggerpunkttherapie: Triggerpunkte sind lokal begrenzte Muskelverkrampfungen, die Schmerzen verursachen. Dabei muss der Schmerz jedoch nicht unbedingt direkt am Triggerpunkt liegen, sondern kann ausstrahlen und an einem weiter entfernten Ort wie dem Kopf auftreten. Häufige Triggerpunkte, die Kopfschmerzen verursachen, befinden sich im oberen Trapezmuskel (Nacken-Schulter-Bereich), im sternocleidomastoideus (seitlicher Halsmuskel) und in der Kaumuskulatur. Die Triggerpunkttherapie zielt darauf ab, diese Verhärtungen in der Muskulatur und dem umliegenden Bindegewebe zu lockern und dadurch die Durchblutung zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Dazu werden die Triggerpunkte gezielt mit manuellen Techniken oder speziellen Hilfsmitteln wie dem PhysioBob behandelt. Mit speziellen Selbstbehandlungsübungen können Patienten ihre Triggerpunkte auch zwischen den Therapiesitzungen selbst behandeln.
CMD-Behandlung (Craniomandibuläre Dysfunktion): Besonders bei Migräne-Patienten mit Kiefergelenksproblemen zeigt die Physiotherapie gute Erfolge. CMD kann durch Zähneknirschen, Fehlstellungen im Kiefergelenk oder muskuläre Verspannungen entstehen und führt häufig zu ausstrahlenden Kopf- und Gesichtsschmerzen. Die physiotherapeutische Behandlung umfasst hier spezielle Mobilisationstechniken für das Kiefergelenk, Entspannungsübungen für die Kaumuskulatur sowie Aufklärung über schädliche Gewohnheiten wie Zähneknirschen oder einseitiges Kauen. In unserer Praxis in Berlin-Schmargendorf arbeiten wir eng mit Zahnärzten und Kieferorthopäden zusammen, um eine ganzheitliche Behandlung zu gewährleisten.
Welche Behandlung am besten geeignet ist und wie häufig und intensiv die Therapie erfolgen sollte, hängt vom individuellen Schmerzverhalten ab und kann stark variieren. Für einen bestmöglichen Behandlungserfolg erstellen wir Ihnen einen individuellen Behandlungsplan, der genau auf Ihre Beschwerden und Bedürfnisse zugeschnitten ist.
3 effektive Übungen zur Linderung von Migräne
Migräne-Patienten oder Personen mit Spannungskopfschmerzen leiden häufig unter Muskelverspannungen. Mit ein paar relativ einfachen Übungen lassen sich diese Verspannungen lockern und damit möglicherweise die Entstehung der Kopfschmerzen verhindern. Die folgenden gezielt entkrampfenden Übungen erfordern keine Vorkenntnisse oder Hilfsmittel und lassen sich jederzeit und überall durchführen.
Idealerweise führen Sie diese Übungen täglich durch – präventiv, bevor Kopfschmerzen auftreten. Wenn Sie bereits regelmäßig unter Verspannungen leiden, können 2-3 Durchgänge pro Tag sinnvoll sein (z. B. morgens nach dem Aufstehen, mittags in der Arbeitspause, abends vor dem Schlafengehen). Bei akuten Kopfschmerzen können die Übungen ebenfalls Linderung verschaffen, sollten aber nur sanft und ohne Kraftaufwand ausgeführt werden.
Übung 1 – Nackendehnung schräg
Setzen Sie sich entspannt, aber mit aufrechtem Oberkörper auf einen Stuhl. Drehen Sie den Kopf um ca. 45° nach rechts und ziehen Sie die rechte Schulter herunter. Legen Sie Ihre linke Hand leicht schräg auf den Hinterkopf über dem rechten Ohr und bewegen Sie Ihr Kinn etwas nach unten in Richtung Kehlkopf. Ziehen Sie Ihren Kopf mit der linken Hand leicht schräg nach links vorne und halten Sie diese Dehnung für etwa 2 Minuten. Atmen Sie dabei ruhig und tief. Anschließend wechseln Sie auf die linke Nackenseite.
Wirkung: Diese Übung dehnt gezielt die seitliche Nackenmuskulatur (Musculus levator scapulae) und die oberen Trapeziusfasern. Verspannungen in diesem Bereich gehören zu den häufigsten muskulären Ursachen für Kopfschmerzen und Migräne
Dieses Video wurde mit KI-Unterstützung erstellt.
Übung 2 – Schultermobilisation
Stellen Sie sich in aufrechter Position hin und falten Sie die Hände hinter Ihrem Rücken. Schieben Sie den Kopf nach hinten, als würden Sie ein Doppelkinn machen möchten, und ziehen Sie beide Schultern dann zurück – so weit es möglich ist. Diese Position halten Sie für einige Sekunden, dann entspannen Sie sich. Wiederholen Sie diese Übung mindestens fünf Mal.
Wirkung: Diese Übung mobilisiert die Brustwirbelsäule und dehnt die vordere Schultermuskulatur. Sie wirkt Fehlhaltungen durch langes Sitzen oder Bildschirmarbeit entgegen und kann Verspannungen im oberen Rücken lösen, die häufig zu Kopfschmerzen beitragen.
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Übung 3 – Nacken-Rotation
Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl. Drehen Sie den Kopf langsam und kontrolliert so weit wie möglich nach rechts – halten Sie diese Position für 2-3 Sekunden. Drehen Sie den Kopf dann ebenso langsam zurück zur Mitte und anschließend nach links. Halten Sie auch hier kurz inne. Wiederholen Sie diese Übung 5 Mal pro Seite.
Wirkung: Die Nacken-Rotation mobilisiert die Halswirbelsäule und löst Verspannungen in der tiefen Nackenmuskulatur. Eingeschränkte Beweglichkeit der HWS gehört zu den häufigen Mitursachen von Kopfschmerzen und Migräne.
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Entspannungsmethoden gegen Migräne
Stress gehört zu den häufigsten Auslösern von Migräne. Die Vermeidung von Stress gilt daher als eine der wichtigsten Maßnahmen, um Migräneanfälle zu verhindern. Zu den bekanntesten und effektivsten Entspannungstechniken gehört die sogenannte Progressive Muskelrelaxation.
Die Progressive Muskelrelaxation nutzt den Wechsel von Anspannung und Entspannung, um die Muskulatur effektiv zu lockern. Dabei werden verschiedene Muskelgruppen in einer bestimmten Reihenfolge beansprucht. Das Prinzip ist einfach: Durch bewusstes Anspannen einer Muskelgruppe für etwa 5-7 Sekunden und anschließendes plötzliches Loslassen wird ein tiefer Entspannungszustand erreicht. Beginnen Sie typischerweise bei den Händen und arbeiten sich über Arme, Schultern, Nacken, Gesicht bis zu den Beinen vor. Positiver Nebeneffekt: Die gezielte Anspannung fördert die Durchblutung, was viele als sehr angenehmes Gefühl beschreiben. Die Progressive Muskelrelaxation ist leicht zu erlernen und kann überall angewendet werden – ob im Büro, zu Hause oder unterwegs.
Auch Yoga gilt als gute Entspannungstechnik, die Migräne und andere Kopfschmerzen lindern kann, was auch in wissenschaftlichen Studien beobachtet wurde. Eine Studie im Journal of the American Medical Association (2020) zeigte, dass Yoga-Praktizierende im Vergleich zu Kontrollgruppen signifikant weniger Migränetage pro Monat hatten. Als besonders hilfreich gelten Positionen wie die tiefe Bauchatmung, die Schulterbrücke (Setu Bandhasana) oder der herabschauende Hund (Adho Mukha Svanasana). Diese Asanas fördern die Durchblutung, dehnen verspannte Muskulatur und beruhigen das Nervensystem. Zusammen mit speziellen Atemübungen (Pranayama) und Meditation können diese und andere Yogaübungen die Flexibilität und Koordination der Muskulatur verbessern, Gedanken ordnen, Ängste reduzieren und Stress abbauen.
Darüber hinaus können auch andere Entspannungsmethoden wie Autogenes Training, Tai-Chi oder Biofeedback die Symptome lindern. Welche Technik am besten geeignet ist, ist individuell sehr unterschiedlich, deshalb ist Ausprobieren ausdrücklich erwünscht.
Wie beugt man Migräne langfristig vor?
Neben der akuten Behandlung von Migräneanfällen ist es wichtig, langfristig präventiv zu handeln, um die Häufigkeit und Intensität der Attacken zu reduzieren. Folgende Maßnahmen können dabei helfen:
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- Regelmäßiger Schlafrhythmus: Versuchen Sie, immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen – auch am Wochenende. Zu wenig, zu viel oder unregelmäßiger Schlaf kann Migräne auslösen. Achten Sie auf eine Schlafdauer von 7-8 Stunden und schaffen Sie eine ruhige, dunkle Schlafumgebung.
- Stressmanagement: Erlernen Sie Entspannungstechniken wie Progressive Muskelrelaxation, Yoga oder Meditation und integrieren Sie diese fest in Ihren Alltag. Planen Sie bewusst Pausen ein und setzen Sie Prioritäten, um chronische Überlastung zu vermeiden. Auch Hobbys und soziale Kontakte tragen zur Stressbewältigung bei.
- Regelmäßige Bewegung: Moderates Ausdauertraining (z. B. Joggen, Schwimmen, Radfahren) kann die Häufigkeit von Migräneanfällen reduzieren. Studien zeigen, dass 3-4 Trainingseinheiten pro Woche à 30-45 Minuten die Migränehäufigkeit um bis zu 40% senken können. Vermeiden Sie jedoch überanstrengende Belastungen, da diese Migräne auslösen können.
- Ausgewogene Ernährung: Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten und vermeiden Sie bekannte Trigger-Lebensmittel. Ein Migräne-Tagebuch kann helfen, individuelle Auslöser zu identifizieren. Besonders häufige Nahrungsmittel-Trigger sind gereifter Käse, Schokolade, Zitrusfrüchte, Rotwein und Lebensmittel mit Geschmacksverstärkern (Glutamat) oder künstlichen Süßstoffen.
- Ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag. Dehydration kann Kopfschmerzen begünstigen. Vermeiden Sie stark koffeinhaltige Getränke in großen Mengen – während kleine Mengen Koffein bei manchen Menschen Migräne lindern, kann Koffeinentzug bei regelmäßigem Konsum Kopfschmerzen auslösen.
- Triggervermeidung: Identifizieren Sie Ihre persönlichen Auslöser (z. B. bestimmte Lebensmittel, Gerüche, Licht) und versuchen Sie, diese gezielt zu vermeiden. Ein Migräne-Tagebuch, in dem Sie Anfälle, mögliche Trigger, Dauer und Intensität dokumentieren, ist hierbei sehr hilfreich.
- Physiotherapie bei muskulären Problemen: Wenn Verspannungen im Nacken-, Schulter- oder Kieferbereich eine Rolle spielen, kann regelmäßige physiotherapeutische Behandlung präventiv wirken. In unserer Praxis in Berlin-Schmargendorf erstellen wir individuelle Behandlungspläne, die auf Ihre spezifischen Beschwerden abgestimmt sind.
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Ein Migräne-Tagebuch ist ein besonders wertvolles Werkzeug zur Prävention. Dokumentieren Sie darin über mehrere Wochen hinweg jeden Anfall mit Datum, Uhrzeit, Dauer, Intensität (auf einer Skala von 1-10), begleitenden Symptomen sowie möglichen Auslösern in den 24 Stunden vor dem Anfall (Ernährung, Schlaf, Stress, Wetter, Medikamente, körperliche Aktivität). Nach einiger Zeit zeigen sich oft Muster, die Ihnen helfen, Ihre persönlichen Haupttrigger zu identifizieren und gezielt anzugehen.
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Sie leiden unter Migräne, die durch Probleme des Muskel- bzw. Bewegungsapparates verursacht wird? Dann sind wir genau der richtige Ansprechpartner für Sie. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin in unserer Privatpraxis für Physiotherapie in Schmargendorf und lassen Sie sich von uns unverbindlich zu möglichen Behandlungen beraten.
Als Heilpraktiker für Physiotherapie dürfen wir Sie auch ohne ärztliche Verordnung behandeln. Dennoch empfehlen wir Ihnen, anhaltende oder immer wiederkehrende Kopfschmerzen ohne ersichtlichen Grund zunächst von Ihrem Hausarzt oder einem Facharzt abklären zu lassen, um andere Auslöser sicher ausschließen zu können.
Referenzen
[1] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31401702/
[2] https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/fullarticle/2774130
[3] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33531761/
Symptome:
- Starke, meist einseitige Kopfschmerzen
- Lichtscheue
- Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen
- Neurologische Ausfälle/ Aura, bis hin zum Erbrechen
- Stimmungsschwankungen
- Appetitlosigkeit
- Schwindel
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