Physiotherapie Schulter – Schulterschmerzen lösen mit diesen Übungen [Update 2025]

Dieser Artikel erhielt am 30.01.2025 ein Update!

Schulterschmerzen sind für viele Menschen ein leidiges Thema, das nicht nur beim Heben eines Glases, sondern schon beim bloßen Anziehen unangenehm ziepen kann. Wenn auch du dich in deinem Alltag von diesen Beschwerden eingeschränkt fühlst, ist es höchste Zeit, genauer hinzusehen: Welche Ursachen stecken dahinter? Welche Behandlungsmethoden sind die besten für dich? In diesem frisch aktualisierten Artikel (Stand: 30.01.2025) erfährst du, warum Schulterschmerzen auftreten, wie Physiotherapie gezielt helfen kann und welche Übungen du zu Hause durchführen kannst, um deine Schulter nachhaltig zu stärken.

Wir stellen dir die wichtigsten Behandlungsschritte vor – von der Manuellen Therapie über Stoßwellentherapie bis zu effektiven Dehn- und Kräftigungsübungen. Außerdem erklären wir, wie eine Schulter-OP abläuft und weshalb eine sorgfältige Nachbehandlung entscheidend ist. Ob akute Schmerzen oder anhaltende Beschwerden – du bekommst praktische Tipps an die Hand, mit denen du deinen Schultermuskeln und -gelenken wieder mehr Freiraum verschaffen kannst. Auf diese Weise hast du gute Chancen, langfristig von Schmerzen verschont zu bleiben und im Alltag wieder voll durchzustarten.

Das Wichtigste auf einen Blick

Ursachen von Schulterschmerzen: Häufig sind Muskelverspannungen, Entzündungen (z. B. Schleimbeutel), ein Impingementsyndrom oder Verletzungen wie Sehnenrisse und Schulterluxationen verantwortlich.

Warum Physiotherapie?: In vielen Fällen kann eine gezielte Physiotherapie Operationen ergänzen oder sogar ersetzen. Sie reduziert Schmerzen, löst Blockaden und verbessert die Beweglichkeit des Schultergelenks.

Typische Behandlungen: Manuelle Therapie, Stoßwellentherapie und spezielle Kräftigungsübungen stabilisieren die Schulter und mindern Entzündungen oder Engpässe.

Eigentraining zu Hause: Übungen wie Schulterkreisen, gezielte Dehnungen, Faszienball-Anwendungen und Kräftigungsübungen (z. B. „Klimmzüge in Bauchlage“) unterstützen den Therapieerfolg und beugen neuen Beschwerden vor.

Nach Schulter-OP: Bereits ab dem ersten Tag nach dem Eingriff können – je nach Operation – passive und später aktive Übungen eingesetzt werden, um Schulterkraft und -beweglichkeit wiederherzustellen.

Dauer & Kosten: Eine Behandlungsdauer von 8–16 Wochen ist häufig sinnvoll. Die Kosten richten sich nach Art und Umfang der Therapie und werden individuell besprochen.

Ihr Spezialist in Berlin: In der privaten Physiotherapie-Praxis Alexandros Swoch (Berlin Wilmersdorf/Schmargendorf) erhalten Sie eine ganzheitliche Beratung und Behandlung – auch ohne ärztliche Verordnung, dank der Zulassung als Heilpraktiker für Physiotherapie.

Schulterschmerzen sind für die Betroffenen oft sehr unangenehm, denn sie können die Beweglichkeit stark einschränken und so bestimmte Alltagstätigkeiten erheblich erschweren. Häufig strahlen die Schmerzen zudem auf andere Bereiche wie Hals, Nacken und/oder Oberarm aus. Die Art, Intensität und Ausdehnung der Schulterschmerzen kann individuell sehr unterschiedlich sein und hängt unter anderem davon ab, wodurch die Schmerzen verursacht werden.

Ursachen für Beschwerden im Schultergelenk

Schulterschmerzen können die Folge verschiedener gesundheitlicher Störungen oder Erkrankungen sein. Mögliche Ursachen sind:

  • chronische Muskelverspannungen
  • Trauma an der Schulter
  • Schultergelenksarthrose (Omarthrose)
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
  • ausgekugeltes Schultergelenk (Schulterluxation)
  • Schleimbeutelentzündung in der Schulter (Bursitis subacromialis)
  • Engpass-Syndrom (Impingement-Syndrom)
  • Riss der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenruptur)

Je nach Ursache gibt es jeweils unterschiedliche Behandlungsoptionen. In vielen Fällen sind physiotherapeutische Übungen oder Behandlungsmethoden gut geeignet – entweder als Alternative zu oder als ergänzende Behandlung nach einer Operation. Ziel der Physiotherapie ist es, sowohl die Schulterschmerzen zu lindern als auch die Schulterfunktion (Beweglichkeit der Schulter) zu verbessern.

Physiotherapie bei Schleimbeutelentzündung in der Schulter

Direkt unter dem Schulterdach befindet sich ein Schleimbeutel, der sich durch Verletzungen, (bakterielle) Infektionen oder bestimmte Erkrankungen, aber auch durch starke sportliche Beanspruchungen oder einseitige Belastungen entzünden kann. Die Schleimbeutelentzündung in der Schulter macht sich meistens durch Schmerzen beim Heben des Arms nach vorne oder zur Seite bemerkbar. Oft ist auch ein Druckschmerz zu verspüren und das Schultergelenk ist geschwollen, manchmal ist die Haut deutlich erwärmt und leicht gerötet.

Insbesondere wenn die Schleimbeutelentzündung die Folge einer mechanischen Überlastung ist, kann die Physiotherapie helfen, diese Überlastung zu verringern bzw. zu beseitigen und so die Heilung beschleunigen und einer weiteren Entzündung vorbeugen. Sobald die akute Entzündung abgeheilt ist, kann die Manuelle Therapie beginnen. Die zahlreichen verschiedenen Techniken, Dehn-, Zug- und

Druckbewegungen sorgen dafür, dass der Schleimbeutel weniger Druck und Reizung ausgesetzt ist. Die Mobilisierung des Schultergelenks entlastet den Schleimbeutel. Dabei lassen sich auch Blockaden lösen, Muskelanspannungen lockern und Muskeln kräftigen.

Physiotherapie Schulter

Auch bei einem Sehnenriss kommt es zu Problemen beim Heben des Arms, die anfangs nur bei Belastung, später permanent auftreten und in den ganzen Arm hinein ausstrahlen können.

Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich ein Sehnenriss in der Schulter alleine durch Physiotherapie behandeln. Doch auch wenn eine Operation unumgänglich ist, stellt die Physiotherapie eine wertvolle Ergänzung der Nachbehandlung dar, die dabei hilft, die Kraft und Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen. Sie findet in der Regel einige Wochen nach der Operation statt und umfasst verschiedene Übungen, die einerseits den Muskeltonus in der Schulter normalisieren und den betroffenen Muskel dadurch entlasten. Andererseits gilt es, die Schulter und den Arm zu mobilisieren und zu kräftigen. Während die Übungen anfangs passiv, also durch den Physiotherapeuten durchgeführt werden, können Sie diese bzw. andere Übungen nach einiger Zeit selbst durchführen.

Impingementsyndrom

Bei einem Impingementsyndrom („Engpasssyndrom“) sind bestimmte Strukturen im Schulterbereich eingeklemmt. Dies schränkt nicht nur die Beweglichkeit ein, sondern ruft auch Schmerzen im Oberarm hervor, die sich bei Belastung verstärken und bis zur Hand ausbreiten können. Die Physiotherapie beseitigt die Ursachen der Beschwerden, indem sie den Platz zwischen dem Schultergelenk und Schulterdach vergrößert und damit die betroffenen Strukturen entlastet. Hierzu gehört unter anderem, das Schultergelenk besser auszurichten und die stabilisierende Muskulatur aufzubauen oder zu kräftigen. Dabei kann in manchen Fällen auch die Radiale Stoßwellentherapie helfen.

Was macht der Physiotherapeut bei Schulterschmerzen?

Je nach Art, Umfang und Ursache der Schulterschmerzen setzt der Physiotherapeut verschiedene Behandlungsmethoden ein, um die Beschwerden zu lindern und die Funktion der Schulter durch eine Stärkung und Stabilisierung zu verbessern. Die Physiotherapie kann eine operative Behandlung ergänzen oder manchmal sogar ersetzen.

Übungen, um Schulter- und Nackenschmerzen zu lindern – Physiotherapie für zu Hause

Um Schulterschmerzen zu lindern und langfristig zu beseitigen, ist es wichtig, an der Ursache anzusetzen. Dabei können verschiedene Behandlungen kombiniert werden. Durch die aktive Mitarbeit in der Physiotherapie-Praxis und zu Hause können Sie nicht nur den Behandlungserfolg positiv beeinflussen, sondern oft auch ein erneutes Auftreten der Beschwerden verhindern. Zur Stabilisierung des Schultergelenks und der Stärkung der Schultermuskulatur empfehlen wir folgende Übungen, die Sie am besten jeweils in 3 Sätzen (mit jeweils 15-20 Wiederholungen oder über ca. 45 Sekunden) durchführen. Zwischen den Sätzen sollten kurze Pausen (ca. 15 Sekunden) liegen, bevor Sie die Übung fortsetzen.

Schulterkreisen rückwärts für eine aufrechte Haltung

Stellen Sie sich mit geradem Rücken aufrecht hin und spannen Sie dabei den Bauch an. Lassen Sie die Arme locker hängen und kreisen nun mit beiden Schultern gleichzeitig nach hinten. Achten Sie darauf, möglichst große Kreise in runden Bewegungen zu machen und ruckartige Bewegungen zu vermeiden. Wechseln Sie anschließend die Richtung und führen Sie die Übung zum Schluss abwechselnd mit jeweils einer Schulter durch.

 

Schulterblattmobilisation im stehenden Ellenbogenstütz

Stellen Sie sich vor eine Wand und legen Sie die Unterarme bis zum Ellenbogen dagegen. Lassen Sie den Oberkörper einsinken, sodass sich Ihre Brust zur Wand hinbewegt. Nun drücken Sie den Oberkörper aktiv von der Wand weg. Achten Sie dabei darauf, keinen Rundrücken zu machen!

 

Brustmuskeldehnung für eine bessere Schulterbewegung

Stellen Sie sich seitlich an eine Wand und legen den ausgestreckten Unterarm gerade an die Wand. Drehen Sie den Oberkörper vom Arm weg, bis Sie ein leichtes Ziehen in der Brustmuskulatur spüren und halten Sie diese Position. Führen Sie die Übung in verschiedenen Varianten durch, indem Sie den Unterarm so hoch heben, dass Schulter und Wand einen Winkel von etwa 60°, 90° und 110° bilden.

Schmerzpunktbehandlung des Schulterblatthebers mit Faszienball

Stellen Sie sich mit dem Rücken zur Wand und platzieren Sie einen kleinen Ball (vorzugsweise unseren PhysioBob) in der Mitte des Schulterblatts. Bewegen Sie sich nun langsam in alle Richtungen, bis Sie einen schmerzenden Punkt gefunden haben. Bewegen Sie den Ball nun mit unterschiedlich starkem Druck auf und über diesen Punkt, bis Sie merken, dass der Schmerz geringer wird.

Klimmzüge in Bauchlage zur Kräftigung der Rückenmuskulatur

Legen Sie sich auf den Bauch und heben Sie den Rumpf und die im rechten Winkel angezogenen Arme nach oben an. Bewegen Sie dabei die Schulterblätter in Richtung der Wirbelsäule. Strecken Sie dann die Arme gerade nach vorne aus und anschließend wieder zurück in die Ausgangsposition.

Allgemeine Wirbelsäulenmobilisation mit Brustmuskelaufdehnung

Legen Sie sich auf den Rücken und strecken Sie beide Arme seitlich aus. Legen Sie das gebeugte rechte Bein nun auf die linke Seite und halten Sie es mit der linken Hand in dieser Position. Achten Sie darauf, dass das untere (linke) Bein gestreckt bleibt. Drehen Sie den rechten Arm nach hinten auf und halten Sie diese Position eine Weile. Wechseln Sie anschließend die Seiten.

Schulterrotationsübung zur Verbesserung der Beweglichkeit

Legen Sie sich auf die Seite mit der schmerzenden Schulter nach oben und stützen Sie den Kopf mit der Hand ab. Mit der Hand des schmerzenden Arms nehmen Sie eine kleine Wasserflasche oder Hantel.

Bilden Sie mit dem Ellenbogen einen rechten Winkel, sodass der Oberarm in Richtung der Beine und der Unterarm in Richtung Boden zeigt. Legen Sie das Gewicht (Flasche / Hantel) nicht auf dem Körper ab, sondern drehen Sie den Unterarm langsam nach oben und senken Sie ihn dann wieder ab. Wiederholen Sie die Übung in drei Sätzen und wechseln Sie dann die Position, sodass Sie mit der schmerzenden Schulter am Boden liegen und führen Sie die Übung wieder mit dem betroffenen Arm aus.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Schulterschmerzen

1. Welche Ursachen für Schulterschmerzen kommen besonders häufig vor?

Die Bandbreite reicht von muskulären Verspannungen, Kalkablagerungen (Kalkschulter) und Schleimbeutelentzündungen bis hin zu Verletzungen wie Rissen der Rotatorenmanschette und einem ausgerenkten (luxierten) Schultergelenk. Auch ein sogenanntes Impingementsyndrom („Engpasssyndrom“) kann starke Schmerzen hervorrufen.

2. Woran erkenne ich, dass eine Schleimbeutelentzündung vorliegt?

Eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) macht sich meist durch Schmerzen beim Heben des Arms, Druckschmerz und Schwellungen bemerkbar. Die betroffene Stelle kann sich warm anfühlen und gerötet sein.

3. Kann ich einen Sehnenriss in der Schulter auch ohne Operation behandeln lassen?

In manchen Fällen ja, sofern der Riss nicht zu groß ist. Dann können gezielte physiotherapeutische Übungen helfen, die Schulter zu stabilisieren und Schmerzen zu lindern. Bei größeren Rissen ist oft eine OP nötig, gefolgt von einer Physiotherapie zur Nachbehandlung.

4. Was genau ist ein Impingementsyndrom?

Beim Impingementsyndrom werden Sehnen oder Schleimbeutel im Schultergelenk eingeklemmt. Das führt zu Schmerzen beim Bewegen des Arms, oft vor allem beim Abspreizen oder Heben. Physiotherapie kann helfen, diesen „Engpass“ zu beseitigen und das Gelenk neu auszurichten.

5. Welche Übungen kann ich selbst machen, um meine Schulter zu stärken?

Beispiele sind Schulterkreisen, das Mobilisieren des Schulterblatts an der Wand oder das Kräftigen der Muskulatur in Bauchlage („Klimmzüge in Bauchlage“). Wichtig ist ein regelmäßiges Training in Kombination mit schonenden Bewegungen und korrekter Technik.

6. Wie unterstützt Physiotherapie die Genesung nach einer Schulter-OP?

In der Nachbehandlung werden zunächst oft passive Bewegungen durchgeführt, damit die Schulter nicht versteift. Später folgen aktive Übungen zum Muskelaufbau und zur Wiederherstellung der Beweglichkeit. Das genaue Programm variiert je nach OP und persönlicher Situation.

7. Muss ich für eine physiotherapeutische Behandlung unbedingt ein Rezept haben?

Nicht unbedingt. Bei einem Heilpraktiker für Physiotherapie – wie in der Praxis Alexandros Swoch – kannst du dich auch ohne ärztliche Verordnung behandeln lassen. Das Team klärt die Ursachen ab und leitet gegebenenfalls an einen Facharzt weiter.

8. Wie lange dauert eine typische Behandlung, bis die Schmerzen nachlassen?

Das ist individuell verschieden. Oft zeigt sich nach einigen Wochen bereits eine deutliche Besserung. Ein Zeitraum von 8–16 Wochen Physiotherapie kann jedoch nötig sein, um nachhaltige Erfolge zu erzielen – je nach Schwere der Beschwerden und persönlichen Voraussetzungen.

9. Kann ich während der Physiotherapie weiter Sport treiben?

In der Regel ja, aber nur in Abstimmung mit deinem Therapeuten. Er kann dir sagen, welche Bewegungen oder Sportarten ratsam sind und welche du besser vorübergehend meiden solltest, um die Schulter nicht weiter zu belasten.

10. Was kostet eine physiotherapeutische Schulterbehandlung?

Das variiert je nach Therapieform und Behandlungsdauer. Bei Privatpraxen können Kosten individuell besprochen werden, wobei Faktoren wie Behandlungsumfang und mögliche Zusatzleistungen (z. B. Stoßwellentherapie) eine Rolle spielen. Ein ausführliches Beratungsgespräch gibt dir Klarheit über die zu erwartenden Kosten.

Die häufigsten Ursachen:

  • Trauma
  • Chronische Muskelverspannungen
  • Schultergelenksarthrose (Omarthrose)
  • Engpass-Syndrom (Impingement-Syndrom)
  • Entzündung des Schulterschleimbeutels (Bursitis subacromialis)
  • Riss der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenruptur)
  • Ausgekugeltes Schultergelenk (Schulterluxation)
  • Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
  • Schultergürtel-Kompressionssyndrom (Thoracic-Outlet-Syndrom)