Übungen unterer Rücken: 9 effektive Übungen gegen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule
Schmerzen im unteren Rücken gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt – und betreffen Menschen aller Altersgruppen. Ob durch langes Sitzen im Büro, körperliche Fehlbelastung oder Bewegungsmangel: Die Lendenwirbelsäule (LWS) reagiert oft mit Verspannungen, Steifheit und Schmerzen. Die gute Nachricht ist, dass gezielt eingesetzte Bewegung helfen kann. Mit den folgenden 9 Übungen für den unteren Rücken lässt sich die Muskulatur entlasten, mobilisieren und gezielt stärken – ganz ohne Geräte und von zu Hause aus.
Unterer Rücken – Wann helfen Übungen wirklich?
Nicht jeder Rückenschmerz ist gleich. Bei akuten, ausstrahlenden Schmerzen in Beine oder Füße oder bei Taubheitsgefühlen sollte vor dem Training ärztlicher Rat eingeholt werden. Für die typischen, durch Verspannung oder Fehlhaltung ausgelösten Rückenschmerzen im unteren Bereich sind gezielte Bewegungsübungen jedoch oft das wirksamste Mittel. Regelmäßig durchgeführt, kräftigen sie die Rumpfmuskulatur, verbessern die Beweglichkeit der LWS und helfen, muskuläre Dysbalancen auszugleichen.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass gezielte Bewegungstherapie bei unspezifischen Rückenschmerzen mindestens genauso wirksam ist wie medikamentöse Behandlung – und langfristig deutlich besser. Der Schlüssel liegt dabei nicht in intensivem Training, sondern in der Kombination aus Mobilisation, Dehnung und gezielter Kräftigung. Genau diese drei Elemente decken die folgenden Übungen ab.
Was man vor Übungen für die Lendenwirbelsäule beachten sollte
Beginnen Sie die Übungen in einem Tempo, das sich angenehm anfühlt. Ein leichtes Ziehen oder „Wohlweh“ ist normal – Schmerz ist es nicht. Führen Sie jede Übung langsam und kontrolliert aus und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Nutzen Sie eine weiche Unterlage oder Gymnastikmatte. Wichtig: Hohlkreuz und Überdehnung der Wirbelsäule sollten stets vermieden werden.
Wer nach einer langen Pause mit dem Training beginnt oder nach einer akuten Schmerzphase wieder einsteigt, sollte die Intensität bewusst niedrig halten und sich Schritt für Schritt steigern. Auch die Atmung spielt eine unterschätzte Rolle: Halten Sie während der Übungen nie die Luft an – besonders bei Kräftigungsübungen ist gleichmäßiges Atmen entscheidend für die Stabilität der Wirbelsäule.
Die besten 9 Übungen für den unteren Rücken
Übung 1 – Beinheben in Rückenlage zur Kräftigung der Bauch- und LWS-Muskulatur
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Das Beinheben in Rückenlage ist eine effektive Übung zur Kräftigung der tiefen Bauchmuskulatur und der lumbalen Stabilisatoren. Ausgangsposition: Rückenlage auf der Matte, beide Beine gestreckt, Arme liegen entspannt neben dem Körper. Optional können die Hände flach unter das Gesäß gelegt werden, um den unteren Rücken zusätzlich zu stützen. Nun wird ein Bein gestreckt etwa 15 cm vom Boden angehoben – der untere Rücken bleibt dabei flach auf der Matte, der Bauchnabel zieht leicht nach innen. Die Position wird 3–5 Sekunden gehalten, dann wird das Bein kontrolliert abgesenkt. Wechsel auf die andere Seite. 8–10 Wiederholungen pro Seite, 2–3 Sätze. Für eine intensivere Variante können beide Beine gleichzeitig angehoben werden.
Typische Fehler: Der untere Rücken hebt sich vom Boden ab – die Bauchmuskeln müssen aktiv bleiben und den Rücken flach halten. Außerdem wird das Bein oft zu hoch angehoben, was den Rücken ins Hohlkreuz zwingt. 15 cm reichen vollständig aus.
Wirkung: Die Übung aktiviert gezielt den Musculus transversus abdominis und die tiefen lumbalen Stabilisatoren, verbessert die neuromuskuläre Kontrolle der Lendenwirbelsäule und stärkt die Hüftbeuger auf kontrollierte Weise – ideal zur Ergänzung von Dehn- und Mobilisationsübungen.
Übung 2 – Knie zur Brust ziehen bei Schmerzen im unteren Rücken
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Diese Übung ist eine der bekanntesten und wirkungsvollsten Entlastungspositionen für den unteren Rücken. Ausgangsposition ist die Rückenlage mit ausgestreckten Beinen. Ein Bein wird langsam angewinkelt und das Knie mit beiden Händen sanft zur Brust gezogen. Der untere Rücken bleibt dabei flach auf der Matte. Die Position wird 20–30 Sekunden gehalten, dann folgt ein Wechsel auf die andere Seite. Im Anschluss können beide Knie gleichzeitig zur Brust gezogen werden – die sogenannte Doppelknieposition – und nochmals 20–30 Sekunden gehalten werden. Insgesamt 2–3 Durchgänge pro Seite.
Typische Fehler: Den Kopf anheben oder die Schultern verspannen. Der Oberkörper bleibt entspannt auf der Matte liegen – nur die Arme arbeiten. Außerdem sollte das Knie nicht zu stark gedrückt werden, sondern sanft gehalten werden.
Wirkung: Die Übung dehnt die Gesäßmuskulatur, die Hüftstrecker und die Muskulatur rund um das Iliosakralgelenk (ISG) – und entlastet dabei die gesamte Lendenwirbelsäule. Besonders nach langem Sitzen oder nach dem Aufstehen hilft diese Position, die LWS sofort zu entspannen.
Übung 3 – Katze-Kobra zur Mobilisation der Wirbelsäule
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Die Katze-Kobra-Übung kombiniert zwei klassische Yoga-Positionen und ist eine der besten Mobilisationsübungen für die gesamte Wirbelsäule. Ausgangsposition ist eine yogaähnliche Variante: Die Hände sind schulterbreit auf der Matte aufgestützt, die Knie auf dem Boden. Beim Einatmen strecken sich die Arme, der Oberkörper hebt sich an, der Blick geht nach vorne-oben – die Kobra-Position. Beim Ausatmen rundet sich der Rücken nach oben wie ein Katzenbuckel, der Bauchnabel zieht nach innen, der Kopf senkt sich nach unten – die Katze-Position. Dieser fließende Wechsel wird 8–10 Mal wiederholt, im eigenen Atemrhythmus.
Typische Fehler: Die Bewegung ist zu hastig und nicht atemgesteuert. Außerdem werden die Arme oft zu stark gebeugt – sie bleiben in der Kobra-Phase gestreckt. Wer Handgelenkprobleme hat, kann die Übung auf Fäusten oder auf den Unterarmen ausführen.
Wirkung: Die Übung mobilisiert sanft alle Abschnitte der Wirbelsäule, löst Verspannungen im LWS-Bereich, verbessert die Durchblutung der Bandscheiben und koordiniert Bewegung und Atmung. Durch die aktive Streckung in der Kobra-Phase werden zusätzlich die Rückenstrecker aktiviert.
Übung 4 – Dehnung der unteren Rückenmuskulatur im Sitzen
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Diese Übung kann bequem auf dem Stuhl durchgeführt werden und eignet sich ideal für Büropausen. Ausgangsposition: aufrecht auf einem Stuhl sitzen, Füße fest auf dem Boden, etwas weiter als schulterbreit auseinander. Der Oberkörper wird langsam nach vorne gebeugt, bis die Unterarme auf den Oberschenkeln liegen und der Kopf nach unten hängt. Dabei wird die gesamte Rückenmuskulatur bewusst losgelassen. Die Position wird 20–30 Sekunden gehalten, dann langsam wieder aufrichten. Für eine intensivere Version können die Arme zwischen den Beinen Richtung Boden gestreckt und 3–5 tiefe Atemzüge bewusst in den Rücken eingeatmet werden. 2–3 Wiederholungen.
Typische Fehler: Der Nacken wird angespannt gehalten – der Kopf hängt vollständig entspannt. Außerdem sollte das Aufrichten langsam und Wirbel für Wirbel erfolgen, um Schwindel zu vermeiden. Wer zu schnell aufsteht, riskiert kurze Kreislaufprobleme.
Wirkung: Die Übung dehnt die langen Rückenstreckmuskeln (Erector spinae), entlastet die Wirbelgelenke und Bandscheiben und schafft sofortige Erleichterung bei Verspannungen durch langes Sitzen. Sie ist in 2 Minuten umsetzbar und braucht weder Matte noch freien Boden.
Übung 5 – Hüftbeuger dehnen zur Entlastung der LWS
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Ein verkürzter Hüftbeuger (Musculus iliopsoas) ist eine der häufigsten mitverantwortlichen Ursachen für Schmerzen im unteren Rücken – besonders bei Menschen, die viel sitzen. Ausgangsposition: ein Knie auf der Matte aufgestellt (eventuell ein gefaltetes Handtuch darunter legen), das andere Bein bildet einen 90-Grad-Winkel nach vorne. Der Oberkörper bleibt aufrecht, der Kern leicht angespannt. Nun wird das Becken langsam nach vorne geschoben, bis eine deutliche, aber angenehme Dehnung in der Leistenregion des hinteren Beins spürbar ist. Diese Position wird 30–45 Sekunden gehalten, dann Seitenwechsel. 2 Wiederholungen pro Seite.
Typische Fehler: Der Rücken fällt ins Hohlkreuz – der Bauchnabel muss leicht eingezogen bleiben. Außerdem schieben viele das Becken nicht weit genug nach vorne, um die Dehnung wirklich zu spüren. Ein leichtes Gewichtsverlagern nach vorne reicht oft schon aus.
Wirkung: Die Dehnung des Hüftbeugers reduziert den nach-vorne-Zug am Becken und entlastet direkt die Lendenwirbelsäule. Da der Iliopsoas direkt an der LWS ansetzt, ist diese Übung besonders bei chronischen LWS-Beschwerden und Hohlkreuzneigung eine der wirkungsvollsten überhaupt.
H3: Übung 6 – Seitliche Dehnung für den unteren Rücken
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Die seitliche Rumpfdehnung spricht die Flanken und die seitliche Rückenmuskulatur an – Bereiche, die bei anderen Übungen oft vernachlässigt werden. Ausgangsposition: aufrecht stehen oder sitzen. Ein Arm wird gerade über den Kopf gestreckt, der andere stützt sich leicht auf dem Oberschenkel oder der Stuhllehne ab. Nun wird der Oberkörper langsam zur Gegenseite geneigt – in einem gleichmäßigen, fließenden Bogen. Das Becken bleibt dabei stabil und kippt nicht mit. Die gedehnte Position wird 20–30 Sekunden gehalten, dann Seitenwechsel. 2–3 Wiederholungen pro Seite. Wer die Dehnung intensivieren möchte, kann beim Seitneigen den oben gestreckten Arm leicht nach außen-oben führen.
Typische Fehler: Der Oberkörper kippt nach vorne oder hinten statt rein seitlich zu neigen. Das gestreckte Bein oder das Becken dreht sich weg. Besonders im Stehen sollte auf festen Stand geachtet werden.
Wirkung: Die Übung dehnt den Musculus quadratus lumborum – den tiefen seitlichen Lendenmuskel – sowie die Zwischenrippenmuskeln. Bei Verspannungen auf einer Seite des Rückens und bei einseitiger Belastung im Alltag besonders wirkungsvoll.
H3: Übung 7 – Brücke (Glute Bridge) zur Stabilisierung der LWS
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Die Brücke ist eine der effektivsten Kräftigungsübungen für Gesäß, Hüfte und die stabilisierende Rumpfmuskulatur – und direkt entlastend für die Lendenwirbelsäule. Ausgangsposition: Rückenlage, Knie angewinkelt, Füße hüftbreit und flach auf der Matte, Arme liegen entspannt neben dem Körper. Nun wird das Gesäß langsam vom Boden angehoben, bis Schultern, Hüfte und Knie eine gerade Linie bilden. Oben kurz halten (2 Sekunden), dann langsam wieder absenken – ohne das Gesäß komplett auf den Boden zu legen. 10–15 Wiederholungen, 2–3 Sätze.
Typische Fehler: Das Gesäß wird zu hoch gehoben, sodass ein Hohlkreuz entsteht – die Körperlinie endet an der Hüfte, nicht darüber hinaus. Außerdem weichen die Knie häufig nach innen ab; ein kleines Kissen zwischen den Knien kann helfen. Die Kontrolle in der Absenkbewegung ist mindestens so wichtig wie das Anheben.
Wirkung: Kräftigt gezielt die Glutealmuskulatur, die tiefen Bauchmuskeln und die LWS-stabilisierende Muskulatur. Reduziert langfristig die Belastung auf die Wirbelgelenke und Bandscheiben und verbessert die Beckenstabilität.
H3: Übung 8 – Rainbow Plank zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur
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Der Rainbow Plank ist eine dynamische Variante des klassischen Unterarmstützes und eine hocheffektive Übung zur Kräftigung der gesamten Rumpfmuskulatur. Ausgangsposition ist der Unterarmstütz: Ellbogen unter den Schultern, Unterarme parallel auf der Matte, Körper bildet eine gerade Linie von Kopf bis Ferse – Gesäß weder zu hoch noch zu tief. Nun wird die Hüfte langsam zur einen Seite abgesenkt – knapp über den Boden, ohne ihn zu berühren – und wieder zurück zur Mitte geführt, dann zur anderen Seite. Diese seitliche Pendelbewegung ergibt den „Regenbogen“. 8–10 Wiederholungen pro Seite, 2–3 Sätze.
Typische Fehler: Das Gesäß hebt sich zu weit nach oben oder der Körper verliert die gerade Linie – der Rücken darf in keiner Phase durchhängen. Die Bewegung kommt ausschließlich aus der Hüfte; Schultern und Rumpf bleiben stabil. Wer die Übung zu schnell ausführt, verliert die Kontrolle und reduziert die Wirkung erheblich.
Wirkung: Aktiviert die seitliche Rumpfmuskulatur (Musculus obliquus abdominis), die tiefen Stabilisatoren der Wirbelsäule sowie die Glutealmuskulatur. Verbessert die rotatorische Kontrolle der Lendenwirbelsäule und trainiert die Fähigkeit des Rumpfes, seitlichen Kräften standzuhalten – entscheidend für alltagsrelevante Bewegungen.
H3: Übung 9 – Entspannungsposition in Rückenlage (Stufenlagerung)
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Die Stufenlagerung wird oft unterschätzt – sie ist jedoch eine der effektivsten Maßnahmen zur Druckentlastung der Bandscheiben überhaupt. Ausgangsposition: Rückenlage auf der Matte. Die Unterschenkel werden auf einer Erhöhung abgelegt – zum Beispiel einer Kissenrolle, einem gefalteten Handtuch oder dem Sitz eines Sofas – sodass Hüfte und Knie jeweils einen 90-Grad-Winkel bilden. Die Arme liegen entspannt neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben. In dieser Position 5–10 Minuten verbleiben, tief und ruhig atmen. Beim Ausatmen bewusst die Spannung aus dem unteren Rücken lösen.
Typische Fehler: Die Unterlage ist zu niedrig oder zu hoch, sodass kein 90-Grad-Winkel entsteht – dann bleibt der Hüftbeuger unter Spannung und die Wirkung verpufft. Außerdem halten viele unbewusst Spannung in der Schulter- oder Nackenregion; hier hilft ein kleines Nackenkissen.
Wirkung: Die Stufenlagerung ist die physiologisch entlastendste Position für die Lendenwirbelsäule – sie reduziert den Zug des Hüftbeugers, entlastet die Bandscheiben und entspannt die paravertebrale Muskulatur vollständig. Ideal nach langen Arbeitstagen, bei akuten Beschwerden oder als Abschluss der Trainingseinheit.
H2: Wie oft sollte man Übungen für den unteren Rücken machen?
Für spürbare und nachhaltige Ergebnisse empfehlen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, die Übungen 4–5 Mal pro Woche durchzuführen, idealerweise täglich. Die Gesamtdauer muss dabei nicht lang sein: Bereits 10–15 Minuten gezieltes Training täglich können bei konsequenter Durchführung binnen 2–4 Wochen zu einer deutlichen Verbesserung führen. Wichtiger als Intensität ist Regelmäßigkeit.
Wer die Übungen als feste Routine in den Alltag integriert – zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen oder als Bewegungspause im Büro – wird die größten Fortschritte erzielen. Ein guter Einstieg ist es, mit 3–4 Übungen zu beginnen und die Auswahl schrittweise zu erweitern. Die Mobilisationsübungen (Katze-Kobra, Knie zur Brust) eignen sich dabei besonders als Aufwärmphase, während Kräftigungsübungen (Beinheben, Brücke, Rainbow Plank) den Mittelteil bilden. Die Stufenlagerung schließt die Einheit ideal ab.
H2: Tipps für einen gesunden Rücken
Neben gezielten Übungen gibt es weitere Maßnahmen, die die Rückengesundheit langfristig unterstützen. Regelmäßig aufstehen und kurze Bewegungspausen einlegen – bereits alle 30–45 Minuten reichen aus, um den Druck auf die Bandscheiben zu reduzieren. Auf ergonomisches Sitzen achten: Der Rücken sollte die Lehne nutzen, die Füße stehen flach auf dem Boden, die Hüfte liegt leicht höher als die Knie.
Beim Heben schwerer Gegenstände immer aus den Knien heraus und mit geradem Rücken heben – die Last nah am Körper halten. Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Walking stärken die Rumpfmuskulatur schonend und ohne Mehrbelastung für die Wirbelsäule. Auch Stress hat nachweislich Auswirkungen auf muskuläre Spannungen im Rücken: Entspannungstechniken wie Atemübungen, Yoga oder progressive Muskelentspannung können hier wirkungsvoll ergänzen. Wer dauerhaft mit Rückenschmerzen kämpft, sollte zusätzlich physiotherapeutische Beratung in Anspruch nehmen, um individuelle Ursachen zu identifizieren.
H2: FAQ – Häufige Fragen zu Übungen für den unteren Rücken
Kann man den unteren Rücken trainieren, obwohl er schmerzt? Bei leichten bis mittleren Schmerzen durch Verspannungen ist sanfte Bewegung in der Regel besser als komplette Schonung. Übungen wie die Knie-zur-Brust-Position, die Katze-Kobra-Mobilisation oder die Stufenlagerung können auch bei akuten Beschwerden helfen. Bei starken, ausstrahlenden oder neurologischen Symptomen (Kribbeln, Taubheit) sollte zuerst eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.
Welche Übungen sind bei Bandscheibenproblemen geeignet? Besonders geeignet sind sanfte Mobilisationsübungen wie die Katze-Kobra, das Knie zur Brust und die Stufenlagerung. Kräftigungsübungen wie die Glute Bridge und das Beinheben können – nach Absprache mit der Physiotherapie – ebenfalls sinnvoll sein. Vermieden werden sollten starkes Beugen und Drehen unter Last sowie Übungen, die den Schmerz verstärken.
Wie lange dauert es, bis Übungen beim unteren Rücken helfen? Bei regelmäßiger Durchführung (täglich, 10–15 Minuten) bemerken viele Betroffene bereits nach 1–2 Wochen eine spürbare Verbesserung der Beweglichkeit und eine Reduktion von Verspannungen. Nachhaltige strukturelle Veränderungen (Muskelaufbau, dauerhafte Schmerzreduktion) stellen sich bei konsequentem Training nach 4–8 Wochen ein.
Wann sollte man bei Rückenschmerzen einen Arzt aufsuchen? Bei Schmerzen, die in Beine oder Füße ausstrahlen, bei Taubheitsgefühlen, Schwäche in den Beinen, Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang sowie bei Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
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